Was tun bei Spritzenangst ?

Wer hat sie nicht, die Angst vor der "Nadel"? Für viele Patienten ist die zahnärztliche Behandlung eine äußerst unangenehme Erfahrung.

Man hat die Wahl zwischen "hoffentlich tut es nicht weh, dann werde ich es schon aushalten", oder man muß sich zum anderen "Übel", der Spritze, durchringen. Dies ist für uns immer wieder eine Herausforderung. Den ersten Teil kann man sicher mit Gefühl, langsamen Vorgehen und viel Einfühlungsvermögen positiv beeinflussen, aber vielleicht ist es trotz all unserer Bemühungen nicht möglich, eine schmerzfreie Behandlung zu bieten. An diesem Punkt empfehlen natürlich auch wir dem Patienten, sich für eine Betäubung zu entscheiden.
Dies ist aber für einen Patienten mit einer "Spritzenangst" häufig kein kleineres Übel. Aus diesem Grund bieten wir hier dem Patienten die Möglichkeit einer sogenannten "intraligamentären Anästhesie".

Im Unterschied zur herkömmlichen Spritze kommen hier Kanülen zum Einsatz, die nur wenig dicker als ein Haar sind. Diese werden an der zu betäubenden Stelle nicht etwa ins Zahnfleisch gestochen, sondern äußerst behutsam zwischen Zahn und Zahnfleisch in den sogenannten Sulkus eingeschoben.
Hierbei entsteht für die Patienten meist nur ein ganz leichtes Druckgefühl, welches wir noch durch eine vorher aufgetragene Paste mit Fruchtgeschmack zur Betäubung des Zahnfleisches vermindern.
Ein weiterer Vorteil dieser Betäubung ist die verabreichte Menge, welche im Vergleich zu anderen Techniken minimal ist. Aus diesem Grund eignet sich diese Methode sehr gut auch für Risikopatienten und  Kinder.
Die Betäubung betrifft hier nur den zu behandelnden Zahn und ist sofort nach der Behandlung wieder verschwunden.
Dies ermöglicht Ihnen nach dem Zahnarztbesuch sofort Ihre gewohnten Tätigkeiten ohne langanhaltende Beeinträchtigung wahrzunehmen.

     

   

Das Milchzahngebiß

In der abgebildeten Grafik ist zu sehen, wann ungefähr welche Milchzähne bei Kindern in die Mundhöhle durchbrechen. Die angegebenen Zeiten sind Richtwerte und können bei jedem Kind unterschiedlich sein. Bei Fragen können sie sich gerne an uns wenden.
Durchbruch-Milzahne



 

Die optimale Mundhygiene

Wie pflege ich meine Zähne am Besten? Hier erfahren Sie alles rund um das Thema optimale Mundhygiene. Für individuelle Fragen stehen wir Ihnen gern jederzeit zur Verfügung.
Die optimale Mundhygiene

Tipps für die optimale Mundhygiene

Wie zur täglichen Körperhygiene, gehört die tägliche Pflege des Mundraumes und den dazugehörigen Strukturen.
In die Pflege sollten nicht nur die Zähne, sondern auch die Zunge, das Zahnfleisch, die Schleimhaut und alle ersetzten oder künstlich eingegliederten Elemente einbezogen werden. Die Mundhygiene ist damit sehr individuell.

Auf allen Oberflächen lagern sich in der Mundhöhle diverse Mikroorganismen in Form von Belägen ab, die je nach Dauer der Einwirkung, Höhe des Nahrungsangebotes und Zusammensetzung unterschiedliche Schäden hervorrufen können. Diese äußern sich in Form von Karies (pH-Wert Erhöhung durch saure Ausscheidungsprodukte der Bakterien, Erosion und Entmineralisierung der Zahnsubstanz ), Zahnstein ( Auskristallisation von Speichel-/Blutmineralien+ Anheftung am Zahn ), Gingivitis ( Entzündung des Zahnfleisches, Schwellung, Rötung, Blutung, Schmerzen ), Parodontitis ( schwere Gingivitis mit Taschenbildung und Knochenabbau- Zahnverlust ), Schleimhauterkrankungen wie Entzündungen, Pilzbefall, Mundgeruch. Noch vor der Pflege mit Mundspüllösungen, steht die Pflege und Reinigung mechanischer Art, mit der Zahnbürste. Dabei empfiehlt es sich, eine mittelharte Zahnbürste und eine Zahnpasta mit einem Fluoridgehalt von min. 1200 ppm (Kinder bis 6. Lj. 500 ppm), zu verwenden. Besonders der Putztechnik, ist dabei besondere Aufmerksamkeit entgegenzubringen.
Laut neuesten Studien sind elektrische Zahnbürsten in der Regel vorteilhafter für die Plaqueentfernung . Hierbei gibte es oszillierend rotierende Zahnbürsten oder Ultraschallbetriebene Geräte. Für genauere Informationen stehen wir Ihnen in der Praxis gern mit Rat und Tat beiseite.


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Bei Nutzung einer Handzahnbürsteempfehlen wir in erster Linie die „Modifizierte Bass-Technik“. Dabei wird die Zahnbürste Im Winkel von ca. 45° zum Zahnfleisch zeigend angesetzt, leicht eingerüttelt und die Bürste dann Richtung Zahnkrone ausgewischt. Diesen Vorgang mit je 2-3 Zähnen durchführen, bis alle Zähne erreicht wurden. Alle Kauflächen mit kreisenden Bewegungen säubern. Die Putzzeit sollte ca. 3 Minuten betragen, 2x täglich morgens und abends. Die Zahnzwischenräume sollten je nach Größe mit ungewachster, fluoridierter Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen gereinigt werden. Diese Hilfsmittel führen Sie in den Zwischenraum ein, und reinigen mit wischenden Bewegungen von der Zahnfleischpapille in Richtung Zahnkrone und von außen nach innen. Grobe Verschmutzungen, wie eingebissene Fleischfasern kann man mit mit Zahnhölzern entfernen. Bei Belägen an eingesetzten Kronen und Brücken können Interdentalbürsten und spezielle Zahnseide (Super-Floss) Abhilfe schaffen.

Mundspüllösungen wirken nur unterstützend !! Nehmen sie nach Möglichkeit alkoholfreie Spüllösungen. Eine Mundspülung ersetzt aber nicht die gründliche Reinigung der Zähne.
Da die Zunge ebenfalls Träger vieler Bakterien ist sollte sie mit der Zahnbürste bzw. speziellen Zungenbürsten mitgeputzt werden. Wesentliche Verbesserungen der Reinigungseffizienz und eine Erhöhung der Putzmotivation, v. a. bei Kindern, lassen sich mit elektrischen Zahnbürsten erzielen. Außerdem ist es sinnvoll regelmäßig professionelle Zahnreinigungen vom Zahnarzt durchführen zu lassen.
Fakt ist: Die teuerste Zahnbürste und die beste Zahncreme nützen nur bei optimierter Putztechnik. Bei Problemen oder Fragen zur Mundhygiene, steht unser Praxisteam gern zur Verfügung. Der Prothesenpflege ist ein Extrakapitel gewidmet.

Rauchen erhöht das Parodontitisrisiko


Rauchen erhöht das Parodontitisrisiko
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Raucher erkranken 2,5 bis 6 x so häufig an Parodontitis belegen zahlreiche Studien. Alle für diese
Erkrankung relevanten Werte, wie z.B. Taschentiefen, Blutungsbereitschaft und Knochenabbau sind deutlich
erhöht.
Statistisch gesehen verlieren sie zudem trotz durchgeführter Behandlung mehr Zähne als Nichtraucher.

Mundhygiene beginnt mit dem ersten Zahn


Mundhygiene beginnt mit dem ersten Zahn
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Die Eltern bereiten sich monatelang auf die Geburt ihres neuen Familienmitgliedes vor. Es werden Bücher gelesen, Kurse besucht, andere Eltern befragt. Man beschäftigt sich neuerdings mit Themen wie Windeln, Kindertagesstätten, Kinderzimmergestaltung usw.

Aber was ist, wenn das Kind 6 Monate alt ist und das erste Zähnchen durch das Zahnfleisch schimmert? Worauf sollten sie achten? Wann beginnt man mit der Zahnpflege? Wann steht der erste Besuch beim Zahnarzt an? Es ist unsere Aufgabe als Zahnärzte, sie über diese Dinge zu informieren und aufzuklären.

Richtige Zahnpflege?

Generell gilt, so früh wie möglich mit der Zahnpflege zu beginnen. Schon ab dem ersten Zahn sollten sie ihr Kind daran gewöhnen, einmal täglich mit fluoridhaltiger Kinderzahnpasta (500ppm Fluoridgehalt) zu putzen. Es ist zu empfehlen, abends nach dem Essen die Zähne zu putzen. Man sollte sich bewusst sein, dass die letzten Milchzähne erst mit dem 10.-12. Lebensjahr verloren gehen. Daher ist auch die Pflege der kleinen Zähne bereits notwendig und nicht erst die der bleibenden Zähne.
Ab dem 2. Lebensjahr, wenn das Milchgebiss vollständig durchgebrochen ist, sollten sie die Zähne ihres Nachwuchses zweimal täglich, früh und abends nach dem Essen, putzen. Es ist wichtig, dass bereits die Kleinen die Technik des Zähneputzens erlernen. Lassen sie ihre Kinder ruhig selbst die Zahnbürste in die Hand nehmen. Aber putzen sie die Zähne etwa bis zum 8. Lebensjahr nach, da Kinder erst in dem Alter die motorischen Fähigkeiten erlernen,die eine gründliche Zahnreinigung gewährleisten.

Achten sie auch darauf altersentsprechende Zahnbürsten zu benutzen. Kinderzahnbürsten weisen meist ein farbiges Dosierfeld in der Mitte der Zahnbürste auf, wodurch die Menge der Zahnpasta etwa auf Erbsengröße beschränkt wird. Da die Kleinen dazu neigen, die Zahnpasta zu schlucken oder von der Zahnbürste zu lutschen, bitte nur kleine Mengen Zahnpasta dosieren (erbsengroß) und nicht nachdosieren, da es durch das Verschlucken großer Mengen fluoridhaltiger Zahnpasta zu sogenannten Fluorosen kommen kann. Ab dem 6. Lebensjahr bzw. mit dem Durchbrechen der ersten bleibenden Zähne sollten sie auf eine Junior- oder Erwachsenenzahnpasta (1400-1500 ppm Fluoridgehalt) umsteigen, da der geringere Fluoridgehalt von Kinderzahnpasten keinen ausreichenden Schutz mehr bietet für die „neuen Zähne“.

Und wie ist das jetzt mit dem Zahnarzt?

Mit dem ersten Zahn empfehlen wir bereits den ersten Zahnarztbesuch, um auch die Kleinsten an die neue, ungewohnte Umgebung zu gewöhnen und einer Zahnarztangst vorzubeugen. Vereinbaren sie einfach mit ihnen gemeinsam einen Termin zum Schauen und Kennenlernen. Besonders gerne führen wir auch Geschwisterbehandlungen durch, da die erste Angst bereits durch die Vorbildwirkung der „Großen“ genommen wird.

Jetzt nur noch den Nuckel und die Flasche abgewöhnen!

Bereits mit dem ersten Zahn sollten sie beginnen, das Kind vom Nuckelsaugen und Flaschentrinken zu entwöhnen.Nuckel und Zähne kämpfen nun gegeneinander um den Platz in der Mundhöhle. Während der Nuckel tapfer seinen Platz verteidigt,wird das Wachstum und die Wachstumsrichtung der Zähne und Kiefer beeinträchtigt.Oft führt dies zu Zahnfehlstellungen und einem sog. offenen Biss, wodurch auch der Stand der bleibenden Zähne beeinflußt wird. Dies führt nicht nur zu ästhetischen Beeinträchtigungen, sondern auch zu Problemen der Kaufunktion, des gesamten Kauapparates (Muskulatur,Kiefergelenke), der Sprachentwicklung und Lautbildung.

Gleiches gilt für das Daumenlutschen. Auch die Trinkflasche sollte mit dem Durchbruch der ersten Zähne abgewöhnt werden bzw. nur zu den Mahlzeiten gereicht werden. Das ständige Kauen auf dem Nuckel und das Umspülen der Zähne mit zuckerhaltigen Getränken führt zu Frühkindlicher Karies Nursing Bottle Syndrom bei Kindern . Deshalb sollten sie darauf achten,ihrem Kind nur ungesüßte Tees und Wasser mit der Trinkflasche zu reichen.

Sollten sie noch weitere Fragen, sprechen sie uns an.

Nursing Bottle Syndrom bei Kindern

Unser Seichel spielt eine wichtige Rolle bei der Gesunderhaltung der Mundhöhle. Er schützt unsere Zähne vor Erosion durch Säuren, welche einerseits in der Nahrung enthalten sind und andererseits durch Bakterien in unserer Mundhöhle erzeugt werden.
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Der Speichelfluss unterliegt dabei im Laufe eines Tages Schwankungen. Nachts wird deutlich weniger Speichel produziert. Eine große Bedeutung hat dies vor allem für Eltern, die es vermeiden sollten Ihren Kindern saure oder stark gesüßte Getränke zum Einschlafen aus einer Nuckelflasche zu geben. Diese Getränke können nicht mehr durch den Speichel neutralisiert werden, so  dass die vorhandenen oder gebildeten Säuren Zeit haben die Zahnsubstanz  zu zerstören. Man spricht hier auch vom Nursing Bottle Syndrom, was in ausgeprägter Form zum kompletten Verlust der Zähne führen kann.

Geeignete Getränke für unsere Kleinen zum Einschlafen sind ungesüßte Tee's ( vor allem Fencheltee, da dieser zusätzlich beruhigend wirkt ) oder Mineralwasser.

Versuchen Sie möglichst bald Ihrem Kind die Flasche abzugewöhnen ( ca. Alter 1 Jahr ) und es auf Becher und Tassen umzustellen.


 
 

 
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